Aktion: Kreativ mit Partei-Spenden umgehen

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Kreativität und Schnelligkeit sind gefragt, wenn es darum geht erfolgreiche Aktionen zu initiieren. Ein schönes Beispiel liefern gerade die Macher der Kampagnen- und Aktionsplattform Campact ab.

Nicht nur im Bundestag, wie wir im Focus-Online lesen konnten, ist eine Debatte über die “Käuflichkeit der Demokratie” entbrannt, seit bekannt werden der Millionespende an die FDP. Auch im Deutschlandfunk diskutierten in der Sendung Kontrovers heute Morgen Experten über die “Macht der Millionen”.

Campact geht inzwischen ganz pragmatisch vor und fordert seine Aktivisten auf: “Bieten Sie für den Atomausstieg!” Mit einer E-Mail an Guido Westerwelle und Horst Seehofer können Mitmacher die Adressaten auffordern am Atomausstieg festzuhalten. Dafür werden dann individuelle Spenden in Aussicht gestellt. Im vorformulierten Text sind 5 € vorgesehen. Immerhin schon über 27.000 versandte E-Mails wurden bis heute Abend auf der Website gezählt. Im Kampagnen Drehbuch stand diese Aktion bestimmt nicht. Es ist die Kunst der Kampaigner unvorhersehbare Ergeignisse zu nutzen und mit etwas Ironie – wie in diesem Fall – hat man die Sympathie sicher auf seiner Seite.

Die Aktion ist der Teil der Kampagne gegen den Austieg vom Ausstieg. Am vergangenen Donnerstag erst haben 200 Aktivisten von Campact vor dem Bundeskanzleramt dafür demonstriert.

Wilde Zeiten bei der Naturschutzjugend

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Noch eine kleine Nachlese vom Sommer.

Im vergangenen Sommer hat sich einiges in Sachen Kampagnen-Plattformen getan. Neben greenaction.de von Greenpeace startete die NAJU mit wild-will-dich.de. Die NAJU ist die Naturschutzjugend des Naturschtuzbundes NABU. Junge Menschen sind wild hat man sich dort gesagt, was liegt also näher als dass sich junge Wilde für eine wilde Umgebung einsetzen. So lautet dann auch der Titel der Kampagne: “Wildes Land Deutschland”, kurz Wi.L.D.
Es geht natürlich weniger um das Leben der Jugendlichen, sondern um das der Fledermäuse und Bäume. Der Schutz und Erhalt von Kulturlandschaften, z.B. von alten Parkanlagen in der Nachbarschaft ist das Ziel der Kampagne. Jugendliche und junge Erwachsene sollen für diese Lebensräume sensibilisiert werden und sich für deren Schutz engagieren. Das Ganze in einem Wettstreit mit Gleichgesinnten.
Uns interessiert natürlich der der Onlineaspekt: Die Wilden finden und vernetzen sich auf der Platform wild-will-dich.de und tauschen ihr Wissen in einem Naturschutz-Wiki aus. Dort finden sie auch Anregungen für ihre Aktionen und ein Punktekatalog damit die TeilnehmerInnen den Wert ihrer Aktivitäten einschätzen können.
Im Gegensatz zu anderen Plattformen wie greenaction.de oder campact.de ist wild-will-dich.de nur für dieses eine Projekt gedacht. Der Fokus ermöglicht den InitiatorInnen zielgerichtet ihr Projekt zu bewerben, was auch schon eifrig getan wurde. So zum Beispiel online auf myspace.com/wildwilldich und offline auf dem Highfield-Festival am vorletzten August-Wochenende.
Durch die zeitliche Befristung und den Kampagnen-Abschluss im Juli 2010 mit einer Preisvergabe wird ein finaler Punkt gesetzt. So sollen Kampagnen sein. Start der Kampagne war übrigens zur diesjährigen European Bat Night am 29. August.

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