Web-Monitoring – Das Buch

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Die Beobachtung des Internets, insbesondere des »Social Webs«, wird für Unternehmen, Verbände und Institutionen immer wichtiger, ist aber gleichzeitig schwierig und erfordert spezifisches Know-how. Kaum jemand weiß, wie sich Erfolge im Internet manifestieren und messen lassen. Zu intransparent ist oft das neue Medium, zu verworren die Meinungsbildung in der unübersehbaren Zahl von Mikro-Öffentlichkeiten. Die Unkontrollierbarkeit der Ausbreitung von Meinungen ist von den »Marktteilnehmern« gefürchtet, doch bislang kaum systematisch untersucht worden. Selten wird eine professionelle Software verwendet und selbst dann stellt sich noch die Frage nach der Auswertung der unüberschaubaren Datenmenge. Hier setzt das Web-Monitoring an, das sämtliche Kommunikationsprozesse im Internet wissenschaftlich analysiert und den Beteiligten ein Instrument für die Planung, Realisierung und Bewertung ihrer Internetaktivitäten zur Verfügung stellt. Im vorliegenden Sammelband beleuchten Wissenschaftler, IT-Spezialisten und Manager dieses spannende Feld und geben ihre Erkenntnisse und Erfahrungen weiter. Sie gehen auf die Zielsetzung des Meb-Monitorings ein, stellen verschiedene Methoden vor und liefern Tools und Kennzahlen, mit denen sich die Ergebnisse analysieren und bewerten lassen. Einige Best-Practice-Beispiele für gelungenes Web-Monitoring runden den Band ab.

Warum ich für dieses Buch werbe? Weil es ein gelungenes Werk zum Thema ist – und weil ich mit einem Beitrag über das Thema Online-Forschung für Online-Kampagnen in Verbänden? beteiligt war.

Aktion: Kreativ mit Partei-Spenden umgehen

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Kreativität und Schnelligkeit sind gefragt, wenn es darum geht erfolgreiche Aktionen zu initiieren. Ein schönes Beispiel liefern gerade die Macher der Kampagnen- und Aktionsplattform Campact ab.

Nicht nur im Bundestag, wie wir im Focus-Online lesen konnten, ist eine Debatte über die “Käuflichkeit der Demokratie” entbrannt, seit bekannt werden der Millionespende an die FDP. Auch im Deutschlandfunk diskutierten in der Sendung Kontrovers heute Morgen Experten über die “Macht der Millionen”.

Campact geht inzwischen ganz pragmatisch vor und fordert seine Aktivisten auf: “Bieten Sie für den Atomausstieg!” Mit einer E-Mail an Guido Westerwelle und Horst Seehofer können Mitmacher die Adressaten auffordern am Atomausstieg festzuhalten. Dafür werden dann individuelle Spenden in Aussicht gestellt. Im vorformulierten Text sind 5 € vorgesehen. Immerhin schon über 27.000 versandte E-Mails wurden bis heute Abend auf der Website gezählt. Im Kampagnen Drehbuch stand diese Aktion bestimmt nicht. Es ist die Kunst der Kampaigner unvorhersehbare Ergeignisse zu nutzen und mit etwas Ironie – wie in diesem Fall – hat man die Sympathie sicher auf seiner Seite.

Die Aktion ist der Teil der Kampagne gegen den Austieg vom Ausstieg. Am vergangenen Donnerstag erst haben 200 Aktivisten von Campact vor dem Bundeskanzleramt dafür demonstriert.

Aktionsidee für CITES?

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Something to declare? Im Jahr der Biodiversität.

Dass wir uns im “Internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt“  befinden, habe ich schon berichtet. Die ersten Aktivitäten haben schon begonnen. Beispielsweise startete die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, ZGF am 7. Januar eine Aufklärungs- und Spendenkampagne gegen das weltweite Artensterben. Verschiedene Künstler aus Deutschland und Europa portraitieren Tierarten, die vom Menschen ausgerottet wurden. Diese mit exklusiven Designs auf bedruckten Kleidungsstücken können auf der Extra-Webseite xtinct bestellt werden. Xtinct steht für das englische Wort extinct und bedeutet “ausgestorben”.

Im März, genauer vom 13. bis 25. März findet in Doha, Qatar die 15. Konferenz der Konvention für den internationalen Handel mit gefährdeten Arten, CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) statt. Die Konvention wird auch das Washingtoner Artenschutzabkommen genannt.

Nicht-Regierungsorganisationen wie die Shark Alliance bereiten sich schon auf die Konferenz vor. Vielleicht sucht der ein oder andere Artenschützer noch nach einer passenden Aktionsidee?

Fündig werden könntet Ihr ausgerechnet bei einer Behörde, nämlich dem niederländischen Zoll am Amsterdamer Flughafen Schiphol. Kurz vor Weihnachten staunten Fluggäste die am Flughafen auf ihre Gepäckstücke warteten nicht schlecht. Da fuhren auf dem Band vor ihren Augen plötzlich seltsame Gepäckstücke vorbei: Ein Elefanten-Rüssel, eine Verpackung eines Kleidungsstückes aus Ozelot-Fell mit einem Aufdruck von “Cindy’s Furshop”  in Costa Rica sowie eine hölzerne Schildkrötenkiste mit dem Aufdruck “The last 1500.com”.

Alle “Mitbringsel” waren mit einem Anhänger versehen, der den Aufdruck “Something to declare? Please go to the red channel” trug. So wurde den staundenden Passagieren schnell klar, dass es sich hier um eine Aktion gegen den illegalen Handel mit bedrohten Tierarten handelte und nicht etwa um den Versuch eines rücksichtslosen Zeitgenossen seine Trophäen ins Land zu bringen. Hinter der Aktion stand der niederländische Zoll.

Wie kommt der Zoll auf die die Aktionsidee, die kaum anders von einer Artenschutz-Gruppe stammen könnte? Wie zu vermuten stammt die Idee nicht direkt aus der Zoll-Behörde. Veranwortlich dafür ist die Werbe-Agentur Indie. Schon 2008 wurde vor Weihnachten die Aktion in ähnlicher Form durchgeführt. Damals wurde die “beste Medien-Aktion” sogar prämiert.

Natürlich war auch diesmal wieder eine Kamera dabei. Der verantwortliche Staatssekretär, Jan Kees de Jager war höchtselbst am 23. Dezember bei der Aktion anwesend. Das sorgt für Medienresonanz damit die Botschaft ausreichend verbreitet wird. Um nachzuhelfen hat der Zoll auch Socialmedia-Dienste genutzt. Nebenbei polieren die Finanzbehörden, denen der Zoll untersteht – nicht ganz unabsichtlich – auf diese Art ihr Image ein wenig auf.

Na, wer machts nach?

Lobbyarbeit ist Teil der Kampagne

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Lobbyist, das klingts ja ziemlich anrüchig. Besonders, wenn man an Menschen wie dem Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber denkt, der ja sich ja derzeit vor Gericht wegen Steuerhinterziehung, wie das Handelsblatt berichtet, verantworten muss.

Dabei hat Lobbyismus nicht per se etwas mit dunklen Machenschaften zu tun. Lobbyismus, oder Interessensvertertung gehört zur Demokratie. Es kommt nur darauf an wie. Für transparente Lobbyarbeit in geregelten Bahnen setzt sich die Berliner Nichtregierungs-Organisation LobbyContol ein. LobbyControl will “Schlaglichter auf die Grauzonen politischer Einflussnahme” werfen und Machenschaften von Lobbygruppen, Denkfabriken, Kommunikationsberater und PR-Agenturen öffentlich machen. Damit die Schreibers und Hunzingers aus der Lobby verschwinden.

Transparente Interessensvertretung ist berechtigt. Sie ist auch ein wichtiger Teil der Arbeit der Nicht-Regierungsorganistionen, beispielweise der Umweltverbände. Die durch erfolgreiche Kampagnen wachgerüttelte Öffentlichkeit ist politisches Kapital, das in konkrete Ergebnisse gemünzt werden will und dazu muss den Regierungsvertretern gesagt werden, was man sich vorstellt. Große NGOs haben in Berlin eine Vertretung, wenn sie nicht ohnehin ihren Sitz in Berlin haben oder sie ziehen über kurz oder lang um, wie der WWF.

Lobby muss aber nicht immer in der Hauptstadt stattfinden. Die entwicklungspolitische Organisation urgewald will die gewählten Volksvertreter im Deutschen Bundestag ansprechen – und zwar in deren Wahlkreis. Weil eine vergleichsweise kleine Organisation wie urgewald so etwas nicht leisten kann, sucht urgewald jetzt “Hobby-Lobbyisten“. Dazu können angehende Lobbyisten bei urgewald einen “Lobby-Leitfaden für Anfänger” bestellen.

Ziel der Lobby-Kampagne ist es, die Hermes-Bürgschaften für Atom-Exporte zu verhindern. Ein schönes Beispiel einer Mitmach-Kampagne, die über das sammeln von Unterschriften und Briefe schreiben hinaus geht.

Viele transparente Lobbyisten, wünscht – der Kampagnen-Berater.

SMS-Spenden-Kampagne an das DRK für Erdbebenopfer

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Aus aktuellem Anlass, heute ein kleiner Ausflug in die Welt der Fundraising-Kampagnen.

Soeben fand ich auf einem meiner Lieblings-Blogs, dem moto1203-blog den Hinweis auf eine Spendenaktion des Deutschen Roten Kreuzes, DRK: Per SMS  5€ spenden an das DRK für die Hilfe der Erdbebenopfer in Haiti. Den Aufruf mitzumachen kann ich nur unterstützen.

Spenden per SMS an das DRK funktioniert über die Online-Fundraising-Agentur Spendino. Ihr sendet ein Schlüsselwort, in dem Fall “DRK”, das in das Textfeld geschrieben wird an eine Kurzwahlnummer, hier die 81190. Anschließend erfolgt eine automatische Abbuchung des vorher festgelegten Spenden-Betrages vom Guthaben bzw. mit der nächsten Mobilfunk-Rechnung. Auf der Homepage von Spendino finden sich auch noch weitere Haiti-Spendenaktionen, beispielsweise an die Aktion Deutschland hilft oder die Diakonie Katastrophenhilfe.

Das DRK wurde dabei von der Schwester-Organisation aus den USA inspiriert. Wie Spendino in einer Pressemitteilung von Heute mitteilt hat das Amerikanische Rote Kreuz prominente Unterstützung erhalten. Der amtierende US Präsident Barak Obama hat noch am Mittwoch via Twitter um SMS-Spenden gebeten. Dem Aufruf zur sogenannten “text donation” folgten Tausende. Sie wollten unkompliziert einen kleinen Beitrag geben und so wurde schnell der beeindruckende Betrag von 2 Millionen Dollar zusammen getragen.

Wie man z.B. auch hier bei Netmoms sehen kann, scheint sich der Aufruf schnell in der Netzwelt zu verbreiten. Auch wir wollen diese Nachricht hiermit weiter verteilen.

Der Kampagne-Berater.

Consumer Guide, Kampagnen-Werkzeug für Green IT

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Dass Computer und andere Artikel aus dem Bereich Konsumenten-Elektronik unter Umweltgsichtspunkten Probleme in sich bergen ist nicht neu. Wegen des hohen Energieverbrauchs stehen Computer und das Internet schon länger in der Kritik, wie die Tagesschau bereits 2008 berichtete. Immer wieder weisen Organisationen wie das Basel Action Network, BAN darauf hin, dass Elektronik-Schrott aus den USA und Europa auf Mülllkippen in Afrika, Indien oder China landet und dort Böden und Trinkwasser verseucht. Den “Grünen Computer” gibt es noch nicht, aber die Enwicklungen laufen. Auf der CeBIT gibt es inzwischen einen eigenen Bereich, der CeBIT green IT 2010 zu dem Thema.

Ein wirksames Kampagnen-Instrument, um schnellere Fortschritte in der Computer-Branche auf dem Weg zu einer “grünen IT” zu erreichen, hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace entwickelt. Gerade ist in Las Vegas die “Consumer Electronics Show“, CES 2010 zu Ende gegangen. Zu Beginn der Show, am 7. Januar hat Greenpeace zum 14. mal (seit August 2006) einen Konsumenten-Ratgeber “Guide to Greener Electronics” veröffentlicht. “Greenpeace lobt Apple, Nokia und Sony-Ericsson” verbreitete die dpa und wurde u.a. von der Zeit-Online aufgegriffen. Gestern, zum Ende der Messe, schrieb die New York Times in ihrer Online-Ausgabe “Green Guide to Electronics Is Disputed, but Influential“. Darin wird die Erfolgsgeschichte des Instrumentes beschrieben.

Aber was macht einen Konsumenten-Ratgeber zu einem erfolgreichen Kampagnen-Element?

Zum einen ist es die Beschränkung auf die 18 größten Hersteller. Das macht den Giude überschaubar und einfacher auf einem stets aktuellen Stand zu halten. Zum anderen sind es die Namen der Hersteller und die eindeutige Zuordnung zu deren Produkten. Wesentlich sind aber die dahinter stehenden Kampagnen. Greenpeace beschränkt sich nicht darauf, eine Liste – oder einen Einkaufsführer – zu veröffentlichen, sondern arbeitet kontinuierlich daran, einzelne Hersteller zu einer Veränderung ihrer Produkte zu drängen. Das Lob an Apple kennzeichnet das  (vorläufige) Ende einer Kampagne gegen Apple, bzw. für ein “grüneres Apple”.

Die Apple-Kampagne wurde mit den Greenpeace typischen Aktionen und anderen Elementen beispielsweise einer speziellen Website, die dem Design der Apple-Website nachempfunden wurde, geführt. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist das Image von Apple. Apples Produkte rufen in der Fangemeinde große Emotionen hervor. Das gehört zur Strategie von Apple. Eine solche Marke anzugreifen ist für die Öffentlichkeit viel interessanter als einen Hersteller aus Fernost ohne ein besonderes Image.

Ob sich der Erfolg darum wiederholen lässt, wird sich zeigen. Derzeit steht Samsung im Fokus der aktuellen Kampagne, weil laut Greenpeace gegebene Ankündigungen nicht eingehalten wurden. Mit einer “Twitter-Petition” wollen die Umweltschützer Samsung dazu bewegen, keine giftigen Substanzen mehr einzusetzen. Zur weiteren Unterstützung der  Kampagne können Interessierte hier eine E-Mail an nahezu alle Hersteller mit der Aufforderung auf die schädlichsten Chemikalien zu verzichten senden. Greenpeace informierte übrigens direkt von der “Consumer Electronics Show” in einem Extra-Blog.

Wir freuen uns schon auf die CeBIT.

Die Milch macht’s, Internationale Tagung als Kampagnen-Element

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Gestern erreichte mich eine Einladung der Zukunftsstiftung Landwirtschaft zu einer Tagung mit dem Titel “Die Milch macht´s – Internationale Tagung zur weltweiten Agrarpolitik und Ernährungssouveränität”. Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft verfolgt den ganzheitlichen Ansatz der biologischen Landwirtschaft mit der nachhaltigen Produktion von Lebensmitteln. Träger der Veranstaltung ist der Weltagrarbericht, eine Initiative der auch Organisationen wie der Evangelische Entwicklungsdienst, Misereor oder der Naturschutzbund angehören, unter dem Dach der Zukunftsstiftung.

Das Thema der Tagung ist die Situation der Milchbäuerinnen und -bauern in Ländern der Nord- und Südhalbkugel und mögliche Lösungswege.

Die Veranstaltung findet einen Tag vor der Eröffnung des „Global Forum on Food and Agriculture“, dem „Davos der Landwirtschaft“, wie es Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner letztes Jahr nannte. Somit wird hier der Anlass des Globalen Forums genutzt um zusätzliche Informationen und alternative Ansätze bekannt zu machen.

Solche Veranstaltungen sind oft auch der Auftakt für beginnende Kampagnen. Sie bieten vielfache Möglichkeiten zur Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Medienvertreter, Interessierte und Experten haben Gelegenheit sich auf einer solchen Tagung aus erster Hand zu informieren und mit den Vertreterinnen und Vertretern der Verbände zu dikutieren. Schon die Ankündigung und Einladungen sind Kommunikationsmittel und Berichtsanlass für einschlägige Medien. Im Anschluss an die Veranstaltung werden Ergebnisse publiziert und verbreitet.

Tagungen, oder in etwas kleinerer Form – beispielsweise in einer abendlichen Podiumsdiskussion – sind auch für kleine lokale Initiativen ein geeignete Elemente einer Kampagne. Allerdings sollten sie nicht allzu häufig statttfinden, interessante neue Aspekte bieten und in einem professionellem Rahmen durchgeführt werden. Das heisst ein ausreichend großer Raum, vernünftige Akustik und eine gute Moderation. Sicher würde bei einer ein- oder mehrtägigen Veranstaltung eine quasi “Life-Berichterstattung” etwa bei Twitter die Aufmerksamkeit für das Thema erhöhen.

Für Interessierte am Thema: Die Tagung findet am Mittwoch, 13. Januar 2010 bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin statt. Hier ist die Anmeldung per E-Mail möglich.

Im Jahr des Tigers

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Als Nachtrag zu meinem Beitrag von neulich über die Jahrestage und der Kür des Schönbärs zum Schmetterling des Jahres sei hier noch ein Artikel über “Das Ding des Jahres” aus der WELT-Online vom 4. Januar erwähnt.

Neben dem “Ding des Jahres” haben wir auch ein “Jahr des Dings”. Das Jahr 2010 ist beispielweise nach dem chinesischen Kalender das Jahr des Tigers. Das ist doch ein gefundener Aufhänger für eine Artenschutz-Kampagne. Zumal die Vereinten Nationen dieses Jahr zum “International Year of Biodiversity” ausgerufen haben (neben dem Internationalen Jahr der Annäherung der Kulturen, das auch 2010 stattfindet). Eine Web-Site zum “Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt” hat die Internationale Naturschutz-Organisation IUCN als offizieller Partner mit “Countdown2010 eingerichtet.

Die Recherche über Ereignisse, Jubiläen und Veranstaltungen gehört zum Standart jeder Kampagnen-Planung. Viele Daten zu den jeweiligen Ereignissen finden sich auf den Seiten der Initiatoren und deren Mitveranstalter. Die Unesco veröffentlicht im Internet eine ganze Liste mit Jahrestagen, -Monaten und -Wochen der Gedenkanlässe der Vereinten Nationen.

Wie im letzten Beitrag “Klare Seite gegen Armut” erwähnt, haben die Mitglieder der Europäischen Union 2010 zum “Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung” ausgerufen.

Für Klimaschutz-Kampaigner lohnt sich vielleicht bald ein Blick auf die Seiten des Wissenschaftsjahr 2010. Dieses steht nämlich unter dem Motto “Zukunft der Energie“. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und von Wissenschaft im Dialog. Zielgruppe sind vor allem junge Menschen. Noch ist die Web-Site allerdings etwas spärlich.

Klare Seite gegen Armut

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Die Europäische Union hat für 2010 das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung ausgerufen. Österreichische Sozialverbände haben dazu unter dem Dach der Armutskonferenz eine Protestbrief-Kampagne gestartet. Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert einen Brief, bzw. eine E-Mail an den Finanzminister Österreichs Josef Pröll und den Kanzler Werner Faymann zu schreiben und darin die Forderungen der Armutskonferenz zu unterstützen.

Das besondere daran ist die Internet-Site, die zu diesem Zweck eingerichtet wurde und zielgerichtet optimiert wurde. Angelehnt an die Form einer Landing Page aus dem E-Commerce zeichnet sich die Seite durch eine eigene Domain gegen.armut.at aus. Unter dem Titel “Armut bekämpfen, Armut vermeiden!” findet der Besucher eine einzige Seite, die knapp über das Anliegen informiert und ohne weitere Ablenkung zur Aktion aufruft. Alles auf einer Seite. Im Zentrum steht das Anschreiben. Wer mehr zum Thema wissen möchte, findet Links mit denen ein neues Fenster geöffnet wird – die eigentliche Seite bleibt erhalten. Schließlich soll der Besucher nicht vergessen seinen Protestbrief abzuschicken.

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